Seite 2               Nr. 67 (01)               Januar   2 0 0 6              20. Jahr                                 

                             

 

Ebene zu teils heftigen Diskussionen über das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN gekommen. Manche Seiten sind dabei noch sehr verhärtet, aber allein dass sie sich mit diesem Thema beschäftigen (müssen), ist ein Erfolg unserer Stiftung.

 

Das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN ist präsent. In eigenen Diskussions- und Vortragsveranstaltungen thematisieren wir Flucht und Vertreibung immer wieder. Unser Hauptaugenmerk richtet sich dabei insbesondere auf Multiplikatoren, die für unser Anliegen sensibilisiert werden und es damit in eine breite Öffentlichkeit tragen. Auch im Internet kann man sich einen detaillierten Überblick über unsere Stiftung verschaffen und Sachkenntnisse über die Vertreibungsschicksale im 20. Jahrhundert aneignen (www.z-g-v.de).

 

Mit der Gründung des ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN vor fünf Jahren wurde eine längst überfällige Diskussion angestoßen. Wissenschaftlich waren Flucht und Vertreibung umfangreich behandelt worden, ein öffentlicher gesellschaftlicher Diskurs findet aber erst heute, 60 Jahre nach dem Kriegsende statt. Wir können stolz auf das Erreichte sein. Wir sind dankbar für jeden Unterstützer. Wir müssen aber unser Anliegen auch weiter engagiert voranbringen. Das ZENTRUM GEGEN VERTREI-BUNGEN gehört als Dokumentations- und Informationsstätte nach Berlin. Dafür müssen wir noch viel tun. Nur wenige Initiativen ähnlicher Größenordnung haben innerhalb von fünf Jahren schon so viel in der öffentlichen Diskussion erreicht, wie das ZENTRUM GEGEN VERTREI-BUNGEN. Das gibt uns Kraft und Mut.

Erika Steinbach

 

Für ein ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN in Berlin! Spendenkonto: Deutsche Bank, Kontonummer 311 2000 (BLZ 380 700 24).

 

 

Aus einem Schreiben der Präsidentin des BdV, Frau Erika Steinbach MdB, an die Gliederungen des BdV:

 

„Wir können guten Mutes in die Zukunft blicken, dass das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN in Berlin realisiert wird. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat uns nach ihrer Wahl schriftlich bestätigt, dass die Union auch weiterhin zu ihren Vorschlägen in ihrem Wahlprogramm steht und wörtlich mitgeteilt: ‚Das gilt auch für die Errichtung eines ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN. Und dafür stehe ich auch persönlich ein’ ....

 

Zunächst wird die Stiftung im kommenden Jahr die Ausstellung ‚Das Jahrhundert der Vertreibungen’ in Berlin zeigen. Ich bedauere von Herzen, dass mein Co-Vorsitzender bei der Stiftung..., Herr Professor Glotz, dies nicht mehr erleben kann. Sein Tod hat uns alle tief getroffen. Wir haben einen guten Freund und verlässlichen Partner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

verloren, der mit zahlreichen Ideen dem ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN wichtige Impulse gegeben hat.

Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen hat deshalb bei seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, Herrn Professor Glotz zu ehren und ihm postum mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung des Bundes der Vertriebenen, der Ehrenplakette 2006, zu ehren.

Dies wird im Rahmen des Tages der Heimat am 2. September 2006 in Berlin im ICC, 12.00 bis 14.00 Uhr erfolgen. Es ist uns eine große Ehre und Freude, dass Festredner dieser Veranstaltung Bundespräsident Horst Köhler sein wird. Für uns Vertriebene ist das Jahr 2006 als Gedenkjahr mindestens genauso wichtig wie 2005. Deshalb betrachte ich die Zusage unseres Bundespräsidenten als eine besondere Geste den Vertriebenen gegenüber und deshalb bitte ich Sie auch, wie schon in diesem Jahr, durch Ihre Teilnahme am Tag der Heimat in Berlin, wiederum ein sichtbares Zeichen für unser Anliegen zu setzen.

Unser Leitwort für das Jahr 2006 lautet:

 

Menschenrechte achten – Vertreibungen ächten.

 

Damit machen wir deutlich, Vertreibungen sind Menschenrechtsverletzungen und durch nichts zu rechtfertigen. Zu diesen Menschenrechtsverletzungen gehört auch die Vertreibung der Deutschen. Eine der Lehren aus unserem eigenen leidvollen Schicksal ist, dass wir alles dafür tun wollen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Mit Genugtuung können wir feststellen: ohne unsere Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN gäbe es das ‚Europäische Netzwerk, Erinnerung und Solidarität’ nicht. Gegründet, um unser Projekt zu verhindern, hat es doch bewirkt, dass sich die daran beteiligten Länder mit der Vertreibung der Deutschen befassen müssen. Wir jedenfalls sind bereit, daran mitzuwirken. Wir begrüßen auch die kürzlich im Haus der Geschichte in Bonn eröffnete Ausstellung über die Vertreibung der Deutschen mit dem Titel: ‚Flucht, Vertreibung, Integration’. Es ist eine gute und wertvolle Ausstellung, auch, wenn wir in manchen Punkten anderer Auffassung sind oder die Gewichtung anders vorgenommen hätten. Ein Besuch der Ausstellung lohnt auf jeden Fall. Das, was in der Ausstellung des Hauses der Geschichte fehlt, werden wir in der Ausstellung des ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN aufnehmen...“

Erika Steinbach MdB

 

Und folgen den Kommunisten: Anträge von Grünen/PDS und SPD zur Kündigung der Patenschaften für die Pommersche Landsmannschaft und die Landsmannschaft Westpreußen mit Charlottenburg-Wilmersdorf:

 

Am 19. Januar 2006 soll sich im Ausschuss für Bildung und Kultur der BVV von Charlottenburg-Wilmersdorf nun entscheiden, ob die Patenschaften nach 50 Jahren ge-kündigt werden. Die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse machen es möglich! CDU und FDP sind für die Weiterentwicklung der Patenschaften. Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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